Hat niemand Angst, wenn er eine Prüfung ablegt oder während eines Erdbebens? Natürlich erlebt jeder dies auf unterschiedliche Weise und in unterschiedlicher Intensität. Im wissenschaftlichen Bereich können Ängste angeboren oder im Nachhinein erworben sein. Aus einer weit verbreiteten Perspektive gibt es verschiedene Arten von Ängsten wie rational, irrational, erlernt, pathologisch und existenziell.

Was ist also der Zweck der Angst? Sie schützt uns, warnt uns und bereitet uns darauf vor, mit schwierigen Situationen umzugehen. Im Folgenden erklären wir, wie viele verschiedene Arten es gibt, welche Eigenschaften sie haben und wie Sie damit umgehen können.

Rationale Angst: Wenn die Gefahr real ist

Diese Angst tritt auf, wenn man einem konkreten, realen und unmittelbaren Bedrohung gegenübersteht. Zum Beispiel, wenn Sie beim Überqueren einer Straße einen schnell herannahenden Radfahrer sehen. Der Grund ist klar und erkennbar und hat eine adaptive Funktion, da sie Sie in Bewegung setzt und schützt. Wenn die Gefahr vorüber ist, verschwindet sie.

Was können Sie in solchen Situationen tun? Hören Sie auf Ihren Körper, bleiben Sie ruhig und bewerten Sie die Situation. Sie können auch die Umstände, die diese Angst auslösen, notieren und deren Wahrscheinlichkeit sowie die möglichen Folgen überprüfen. Danach hilft es, das Gefühl mit der Realität zu vergleichen, um die Intensität zu verringern. Außerdem sollten Sie einen realistischen Aktionsplan erstellen, um sich vorbereitet zu fühlen und die Unsicherheit zu verringern.

Irrationale Angst: Der unsichtbare Feind

Diese Angst tritt ohne einen logischen Grund auf. Zum Beispiel Angst vor Ballons aus der Furcht, dass sie platzen könnten, das Vermeiden von Tunneln oder Brücken ohne Grund oder Angst, wenn das Telefon klingelt. Auch wenn keine echte Gefahr besteht, kann sie Angst, Einsamkeit oder das Gefühl der Blockade hervorrufen. Sie steht in Verbindung mit vergangenen Erfahrungen oder Gedanken, die die tatsächliche Situation nicht widerspiegeln. Wenn sie konstant und unverhältnismäßig ist, kann sie mit bestimmten Phobien oder einigen Arten von Angstzuständen übereinstimmen.

Um diese Angst zu bewältigen, erkennen Sie sie zuerst und beobachten Sie sie ohne Urteil, teilen Sie Ihre Gefühle mit jemandem, dem Sie vertrauen, um eine andere Perspektive zu erhalten, und üben Sie tiefes Atmen, um Körper und Geist zu beruhigen. Wenn sie anhält und Ihr Leben beeinträchtigt, suchen Sie professionelle Unterstützung.

Erlernte Angst: Die Angst, die sich im Laufe der Zeit festigt

Unter den Arten von Angst wird diese durch Erlebnisse erlernt. Wenn Sie als Kind einen Fehler gemacht haben und angeschrien wurden, ist es möglich, dass Sie heute Angst vor dem Versagen haben. Oder wenn gesagt wurde, dass Hunde gefährlich sind, haben Sie vielleicht Angst vor diesen Tieren, obwohl Sie keine schlechten Erfahrungen mit ihnen gemacht haben. Sie kann auch durch das Beobachten anderer oder durch kulturelle Übertragung entstehen.

Wenn sie nicht bewältigt wird, kann sie jahrelang bestehen bleiben, und wir sind uns ihrer Wurzeln möglicherweise nicht bewusst. In solchen Fällen versuchen Sie, die Wurzel zu identifizieren, fragen Sie sich: „Wann habe ich angefangen, diese Angst zu fühlen?“ Zudem könnten Sie in Erwägung ziehen, mit einem Fachmann zu sprechen, um den Grund zu finden und daran zu arbeiten.

Pathologische Angst: Die Angst, die Sie hemmt

In diesem Fall wird Angst zu einer Störung. Ihre Intensität und Beständigkeit beeinträchtigen das tägliche Leben. Phobien, Panikattacken oder Angststörungen können sich zeigen. Sie ist oft übertrieben und unverhältnismäßig und beeinflusst Ihren Geist und Körper, weshalb psychologische oder medizinische Aufmerksamkeit erforderlich ist. Es ist sehr wichtig, nicht allein mit irgendeiner Angst umzugehen, aber in diesem speziellen Fall ist das Eingreifen eines Fachmanns zu Beginn notwendig, da der Komplexitätsgrad hoch ist.

Existenzielle Angst: Die Angst vor dem Unvermeidlichen

Fühlen Sie einen Knoten im Bauch, wenn Sie über Themen wie den Tod, den Verlauf der Zeit oder den Sinn des Lebens nachdenken? Diese Art von Angst ist möglicherweise nicht immer präsent, kann jedoch in Krisensituationen oder beim Nachdenken auftreten. Es ist eine tiefe und philosophische Angst, die Angst erzeugt oder die Suche nach einem Sinn anregt.

Es ist häufig, dass existenzielle Angst im Erwachsenenalter oder nach bedeutenden Ereignissen auftritt. Es wird empfohlen, diese Themen in therapeutischen Bereichen zu besprechen, da dies Ihnen helfen kann, sich besser zu fühlen.

Denken Sie daran, dass es der erste Schritt ist, die Arten von Angst, die Sie fühlen, zu erkennen, um ihnen bewusst zu begegnen und Ihre psychische Gesundheit zu schützen. Wenden Sie die genannten Vorschläge an; bei intensiven oder pathologischen Ängsten sind diese Interventionen effektiver, wenn sie unter der Anleitung eines Fachmanns durchgeführt werden.