Sie haben sicherlich stressige Zeiten durchgemacht und gedacht: "Das wird auch vorübergehen." Manchmal kann jedoch Bauchschmerzen oder Antriebslosigkeit Ihren Alltag beeinträchtigen und schwer wiegen. Psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist eine ebenso normale Entscheidung wie zum Arzt zu gehen, wenn Ihr Rücken schmerzt.

Sie müssen sich nicht nur in einer schwierigen Situation befinden. Tatsächlich ist Psychologie auch ein wirksames Präventionsinstrument. Hier sind einige Anzeichen, die darauf hinweisen, dass Sie aufhören sollten, alles alleine zu tragen, und beginnen sollten, mit einem Fachmann zu arbeiten.

1. Ihre Routine wird unerträglich

Das offensichtlichste Zeichen ist, dass das Unbehagen Ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigt. Wenn Sie früher Aufgaben mühelos erledigen konnten und diese jetzt unmöglich erscheinen, sendet Ihr Geist Ihnen ein Warnsignal.

Am Arbeitsplatz oder in Ihrem Studium könnten Sie feststellen, dass Sie Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren oder dass unerwartete Situationen Sie behindern. Zu Hause fühlen Sie sich möglicherweise erschöpft von den Haushaltsaufgaben und haben nicht mehr die Energie, um Ihre grundlegenden Verantwortlichkeiten zu erfüllen. Ein weiteres Zeichen könnte sein, dass die Interaktion mit anderen große Anstrengung erfordert, weshalb Sie Anrufe oder Pläne vermeiden.

2. Das Unbehagen dauert länger als zwei Wochen

Einige schlechte Tage zu haben, ist normal, aber anhaltende Probleme könnten ein Zeichen für mehr sein. Wenn Traurigkeit oder Reizbarkeit einen Großteil Ihrer Zeit über mehr als fünfzehn Tage einnimmt, könnte es notwendig sein, Unterstützung zu suchen.

Ein Psychologe kann Ihnen helfen, Ihre Gefühle zu verarbeiten, damit diese Stimmung nicht zu Ihrem neuen Lebensstil wird und Sie die Perspektive zurückgewinnen, die Ihnen Ihre Erschöpfung genommen hat.

3. Ihr Körper zeigt klare physische Zeichen

Ihre mentale und physische Gesundheit sind miteinander verbunden. Wenn der Geist mit Unbehagen nicht umgehen kann, zeigt der Körper dies oft.

  • Muskelverspannungen: häufige Kopfschmerzen oder ein Druckgefühl in der Brust ohne physischen Grund.
  • Appetitveränderungen: wenn Sie aufgrund von Angst essen oder im Gegenteil, plötzlich das Interesse an Lebensmitteln verlieren.
  • Schlafprobleme: wenn Sie Schwierigkeiten haben, einzuschlafen, nachts mehrmals aufwachen oder ständig das Bedürfnis haben zu schlafen, aber sich nicht ausruhen können.

4. Sie finden keine Freude an Dingen, die Sie mögen

Wenn Aktivitäten, die Sie früher begeistert haben, Ihnen jetzt gleichgültig erscheinen, ist das ein Warnsignal. Wenn Ihr Geist all seine Energie darauf verwendet, mit einem inneren Problem oder Stress umzugehen, bleibt möglicherweise keine Ressource mehr, um Freude zu empfinden.

Die Fähigkeit, Freude und Begeisterung zurückzugewinnen, ist eines der Hauptziele der Therapie. Sie hilft nicht nur, sich besser zu fühlen, sondern ist auch ein Weg, um wieder eine Verbindung zu den Dingen herzustellen, die Ihrem Leben Bedeutung verleihen.

5. Ihre Beziehungen schwächen sich

Ihr innerer Zustand spiegelt wider, wie Sie sich anderen gegenüber verhalten. Wenn Ihre Interaktionen mit Ihrem Partner, Ihrer Familie oder Ihren Freunden konfliktbeladen oder gleichgültig erscheinen, kann es hilfreich sein, Ihren inneren Zustand zu überprüfen.

Manchmal können Sie Ihre Enttäuschung auf die Menschen projizieren, die Ihnen am meisten am Herzen liegen. In solchen Fällen kann die Therapie Ihnen helfen, Ihre Kommunikationsfähigkeiten zu verbessern und gesunde Grenzen zu setzen, damit das Unbehagen Ihre Beziehungen nicht beeinträchtigt.

6. Gewohnte Strategien funktionieren nicht mehr

Jeder von uns hat Wege, um mit Stress umzugehen, wie einen Spaziergang zu machen oder mit einem Freund zu sprechen. Das Problem tritt auf, wenn diese Werkzeuge nicht mehr die gleiche Wirkung haben. Wenn Sie das Gefühl haben, dass nichts, was Sie tun, Sie beruhigt oder entspannt, bedeutet das, dass Sie nach Alternativen suchen sollten.

Denken Sie daran, dass die Therapie Ihnen Fähigkeiten vermittelt, um mit Herausforderungen ruhiger umzugehen.

In Therapie zu sein bedeutet nicht, dass Sie ernsthafte Probleme haben

Es gibt einen Mythos, dass man nur bei ernsthaften Problemen zu einem Psychologen geht. Im Gegenteil, Therapie ist ein Bereich der Selbstentdeckung und des Lernens. Sie können gehen, um Ihr Selbstwertgefühl zu steigern, eine große Veränderung zu erleben, Ihre Reaktionen besser zu verstehen oder Ihre Beziehungen zu verbessern. Sie müssen nicht am Boden sein, um um Hilfe zu bitten. Dies rechtzeitig zu tun, verhindert, dass das Loch zu einem tiefen Graben wird.